Waldkindergarten – was ist das?

Idee und Konzept der Waldkindergärten

Der wesentliche Unterschied der Waldkindergärten gegenüber normalen Kindergärten ist, dass sich "Waldkinder" weit überwiegend in der Natur aufhalten und vorwiegend mit den Dingen spielen, die sie im Wald oder auf dem Feld vorfinden. Nur bei besonders schlechten Wetter bieten Zelte, Bauwägen oder Hütten Unterschlupf zum Geschichten Erzählen, Malen, Basteln und Frühstücken.

Geschichte und Verbreitung

Die Idee eines Waldkindergarten wird auf Ella Flatau, eine dänische Mutter aus Søllerød, zurückgeführt, die 1952 gerne mit ihren eigenen vier Kindern und Nachbarskindern den Tag im Wald verbrachte. Seit Anfang der 1970er Jahre wurden auf Grundlage dieses ersten Skovbørnehave (Waldkindergarten) in ganz Skandinavien Waldkindergärten gegründet. In Schweden gibt es heute unter der Bezeichnung "I Ur och Skur" ("bei Wind und Wetter") rund hundert Angebote.

In Deutschland entstand schon 1969 ein erster Waldkindergarten. Mit der staatlichen Anerkennung eines Waldkindergartens in Flensburg kam es Anfang der 1990er Jahre auch hier zu einer Gründungswelle. Schätzungsweise 300 Waldkindergärten gibt es heute in Deutschland.

Konzept

Schon aus den "natürlichen" Lernsituationen im Wald ergeben sich einige Herausforderungen. Zunächst einmal wird die Förderung der Grob- und Feinmotorik durch natürliche, differenzierte, lustvolle Bewegungsanlässe und -möglichkeiten genannt. Den Kindern wird die Gelegenheit gegeben, die Grenzen ihrer eigenen Körperlichkeit zu erfahren. Sie erfahren Stille und sollen für das gesprochene Wort sensibilisiert werden. Gelernt werden soll dabei ganzheitlich, d.h. mit allen Sinnen, mit dem Körper und alle Ebenen der Wahrnehmung ansprechend.

Mit dem Wald als Spiel- und Aufenthaltsort werden auch Lernziele verknüpft: Das Erleben der Pflanzen und Tiere in ihren ursprünglichen Lebensräumen und der jahreszeitlichen Rhythmen und Naturerscheinungen, die Sensibilisierung für ökologische Zusammenhänge und Vernetzungen sowie die Wertschätzung der Lebensgemeinschaft Wald und des Lebens sind Lern- und Erfahrungsziele der Waldkindergärten.

Ausführliche Informationen können Sie in unserer Konzeption nachlesen.

Weitere Ziele:

  • Förderung des Sozialverhaltens durch Interaktion in der Gruppe und z. B. Rücksichtnahme auf kleinere Kinder
  • Förderung der Kreativität durch Verwendung von Naturmaterialien
  • Förderung des Selbstbewusstseins
  • Förderung der Lernbereitschaft
  • Förderung der Sprachentwicklung

Für größere Kinder kommt auch die Vorbereitung auf die Schule nicht zu kurz. Fähigkeiten, welche die Schulreife ausmachen, können im Waldkindergarten in hervorragender Weise spielerisch erworben werden. Darüber hinaus bieten wir auch spezielle Inhalte wie z.B. Mathematik und Sprachen an.

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© Radebeuler Sozialprojekte gGmbH 2021
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